Der GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V. weist bei den Auswertungen seiner Jahresstatistik 2018 darauf hin, dass die Entwicklungen im Bereich des sozialen Wohnungsbaus rückläufig sind und immer mehr Wohnungen aus der sozialen Bindung fallen. Während es im Jahr 2002 deutschlandweit 2,6 Mio. Sozialwohnungen gab, schrumpft der Anteil der Wohnungen mit Preisbindung im Jahr 2018 auf etwa 1,18 Mio. Wohnungen. Laut den Berechnungen der Förderstellen der Länder fallen im Zeitraum zwischen 2017 bis 2020 jedes Jahr 43.000 Mietwohnungen aus der sozialen Bindung raus.

Zwar wurden im Jahr 2018 deutschlandweit rund 27.040 Sozialwohnungen gebaut, allerdings decken diese den hohen und stetig steigenden Bedarf bei weitem nicht ab. Betroffen ist vor allen Dingen die Mittelschicht, denn der Bedarf nach bezahlbarem Wohnraum in Großstädten und Ballungsräumen kann durch den Neubau nicht gedeckt werden. Um diesem Problem entgegenzuwirken fordert der GdW mehr Sozialwohnungen und bezahlbaren Wohnungen für die Mittelschicht. Laut den Berechnungen des GdW müssten jährlich etwa 80.000 neue Wohnungen in diesen Segmenten gebaut werden.

Zwar begrüßt der GdW in diesem Zusammenhang eine Grundgesetzänderung, durch die der Bund in den Jahren 2020 und 2021 die Länder mit 2 Mrd. Euro beim sozialen Wohnungsbau unterstützt, weist allerdings ebenfalls darauf hin, dass diese Förderungssumme um 500 Mio. jährlich geringer ist, als die aktuelle Summe. Laut GdW wären 5 Mrd. Euro notwendig, um den Bedarf nach sozialen Wohnungen und bezahlbarem Wohnraum decken zu können. Die Angaben zur Jahresstatistik 2018 stellt der GdW auf seiner Internetseite zur Einsicht zur Verfügung.

Quelle: GdW
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