Der Bundesrat berät aktuell über eine Novellierung der Grundsteuer, um ein gerechteres System für Grundstückseigentümer zu schaffen. Bis heute liegt die Berechnung der Grundsteuer Daten zugrunde, die über 50 Jahre alt sein könnten und damit laut den Reformbefürwortern längst antiquiert sind.

Nach dem neuen Modell soll die Steuer nach der Größe des Grundstücks sowie nach Alter und Fläche vorhandener Bauten errechnet werden. Für rund 35 Millionen Grundstücke wird demnach eine Neubewertung bis 2022 angesetzt. Allerdings stoßen die Pläne auch auf deutliche Kritik von Finanzpolitikern aus Bayern und Hamburg, die enorme Kostensteigerungen für Grundstückseigentümer und Mieter in Metropolen befürchten.

Für führende Experten aus der Finanzwelt ist das neue Modell zu aufwendig und könnte sogar zu verfassungsrechtlichen Verstößen führen. Sie empfehlen eine rein bodenbezogene Grundsteuer als Alternative zur geplanten Gesetzesänderung.
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