In Deutschland sind bezahlbarer Wohnraum sowie Bauland Mangelware. Kein Wunder, dass der Wohntrend „Tiny Houses“ aus den USA auch hierzulande immer mehr Fans findet. Wer in solch einem Mikrohaus wohnen möchte, muss allerdings einiges beachten. Der Verband Privater Bauherren (VPB) klärt auf.

In der Regel verfügt ein Tiny House über einen fahrbaren Untersatz, kann also – bedingt durch seine kompakten Maße – mühelos fortbewegt werden. Doch hier gibt es schon das erste Problem: Das deutsche Gesetz unterscheidet eindeutig zwischen Häusern und Fahrzeugen. Soll das Minihaus öfter bewegt werden, gilt es als Wohnwagen und unterliegt daher auch allen geltenden Gesetzen und muss daher unter anderem für den Straßenverkehr zugelassen sein. 

Soll das Haus in Kleinformat dauerhaft auf einem Grundstück stehen, benötigt der Eigentümer dafür eine Genehmigung. Zusätzlich greifen die zahlreichen Vorschriften der zuständigen Landesbauverordnung. Auch die Frage, wie das Tiny House an die Strom-, Abwasser- sowie Wasserversorgung angeschlossen werden soll, muss vorab geklärt werden. Der Traum von einem Tiny House mag in der Theorie schön klingen, wird aber in der Realität oft zu einem großen Problem.

Quelle: VPB
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Heizen bleibt auch 2019 in Deutschland teuer. Doch Verbraucher können etwas gegen steigende Heizkosten tun – sofern sie die Tipps der Verbraucherzentrale Bundesverband beherzigen.

Auch in der kalten Jahreszeit soll die Wohnung warm sein, doch welche Temperaturen brauchen Schlafzimmer, Küche und Co.? Laut Verbraucherschutzexperten reicht im Schlafzimmer eine Temperatur von 18 Grad Celsius völlig aus. Im Wohnzimmer dürfen es gern 20 Grad Celsius sein. Wichtig: Die Türen zu wärmeren Räumen sollten verschlossen sein. Nach dem Lüften sollte das Thermostat im Raum auf die gewünschte Temperatur eingestellt werden und niemals auf höchster Stufe laufen.

Zudem stellen Energieberater vor Ort immer wieder fest, dass Heizkörper hinter schweren Vorhängen oder Möbeln zugestellt sind. In diesem Fall können sie aber die Wärme nicht ausreichend und gleichmäßig abgeben.  Verbraucher sollten daher darauf achten, dass die Heizungen nicht zugestellt sind, denn nur dann können sie den Raum optimal erwärmen.

Ein häufiges Problem gerade in alten Wohnungen sind außerdem schlechtgedämmte Fenster oder Außentüren. Denn sie sorgen nicht nur für unangenehme Zugluft, sondern lassen auch die Heizkosten in die Höhe steigen. Um zu prüfen, ob das Fenster dicht ist, können Verbraucher ein Blatt Papier zwischen Fensterrahmen und -flügel klemmen. Lässt sich das Papierblatt aus dem geschlossenen Fenster nicht herausziehen, ist es dicht genug. Weitere Tipps zum Thema Heizkosten sparen hat die Verbraucherzentrale Bundesverband auf ihrer Homepage zusammengetragen.

Quelle: Verbraucherzentrale Bundesverband
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Verhält sich ein Mieter gegenüber seiner Partnerin sowie Nachbarn aggressiv, ist das Leben aller in Gefahr. Die fristlose Kündigung ohne vorherige Abmahnung durch den Vermieter ist oft die einzige Lösung. Aber ist sie auch rechtsgültig? 

Im konkreten Fall schlug ein Mieter aus München seiner Freundin mehrmals ins Gesicht. Das Opfer suchte daraufhin Schutz bei einem Nachbarn. Doch auch dieser wurde vom gewalttätigen Mieter verbal sowie körperlich bedroht. Erst die herbeigerufene Polizei löste die gefährliche Situation auf. Für die Ordnungshüter war der aggressive Mann kein Unbekannter: 2016 fand in seiner Wohnung aufgrund von Hinweisen eine Wohnungsdurchsuchung statt, bei der gefährliche Gegenstände wie eine Axt sowie ein Kampfmesser sichergestellt wurden. Da vom Mieter auch weiterhin eine erhöhte Bedrohungsgefahr ausging, kündigte der Vermieter das Mietverhältnis – ohne vorherige Abmahnung. Dagegen ging der Mieter gerichtlich vor und verklagte den Vermieter.

Das Amtsgericht München sah die fristlose Kündigung des Vermieters jedoch als gerechtfertigt an. In ihrem Urteil hoben die zuständigen Richter hervor, dass ein Vermieter auch für den „Hausfrieden“ zu sorgen habe und die Hausgemeinschaft vor aggressiven oder störenden Mietern beschützen müsse. Fällt ein Hausbewohner regelmäßig durch Beleidigungen oder Bedrohungen auf, sei die fristlose Kündigung daher juristisch zulässig (AZ 474 C 18956/16).

Quelle: Amtsgericht München 
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Viele Verbraucher kennen das: Der Abend soll mit einem spannenden Film bei einem Streaminganbieter ausklingen, doch schon nach wenigen Minuten steht – wie schon so oft in der Vergangenheit – das Bild und der Film muss nachladen. Der Grund dafür ist meistens eine zu langsame Internetverbindung. Was Betroffene dagegen unternehmen können, hat die Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) kompakt zusammengefasst.

Verbraucher sollten zunächst in ihrem Vertrag mit dem Internetanbieter nachschauen, welche Geschwindigkeit gebucht wurde. Doch „bis zu 20 Mbit pro Sekunde“ bedeutet laut Verbraucherschutzexperten eben nicht, dass immer die volle Datengeschwindigkeit abgerufen werden kann. Wie hoch die tatsächliche Geschwindigkeit ist, können Internetnutzer mit einem sog. „Speedtest“ überprüfen. Dieser sollte an mehreren Tagen zu unterschiedlichen Zeiten durchgeführt und die Daten als späteren Beleg gespeichert werden.
 
Liegt die gemessene Geschwindigkeit im Untersuchungszeitraum weit unter dem Wert, der vertraglich angegeben wurde, können Verbraucher den Internetanbieter schriftlich auffordern, die versprochene Internetleistung herzustellen. Kommt dieser der Aufforderung nicht nach, können Kunden den bestehenden Vertrag kündigen. Doch die derzeitige Rechtslage ist nach Angaben der Verbraucherzentrale Bundesverband noch viel zu unklar und verbraucherfeindlich. Die bestehenden Gesetze müssen daher, so der vzbz, dringend nachgebessert werden. 
 
Quelle: Verbraucherzentrale Bundesverband  © photodune.net

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Ab dem Jahr 2035 wird Deutschland nach Prognosen des Pestel Instituts „richtig alt“. Denn in 16 Jahren gehen viele sog. „Babyboomer“ in Rente. Daraus entwickeln sich nicht nur Probleme in der Gesundheitspolitik, sondern auch beim Thema Wohnen.

Rund 24 Millionen Menschen werden ab 2035 zur Altersgruppe „65+“ gehören. Und viele von ihnen werden in den darauffolgenden Jahren in altersgerechte Wohnungen umziehen müssen. Das Problem: Es werden aktuell weder genügend barrierefreie noch bezahlbare Wohnungen für diese Altersgruppe gebaut. Die sind aber dringend nötig, denn durch die steigenden Mietpreise in den Städten werden sich viele Rentnerinnen und Rentner die neue Wohnung in der Zukunft nicht mehr leisten können. Es droht Altersarmut und eine dramatische Verschärfung der Wohnungsnot für Seniorinnen und Senioren.
 
Forscher des Pestel Instituts fordern die Bundesregierung daher auf, den Bau von altersgerechten und vor allem bezahlbaren Wohnungen für die Generation 65+ zu intensivieren. Erste Schätzungen gehen davon aus, dass dafür bis 2030 Investitionen in Höhe von 50 Milliarden Euro erforderlich sind, um die Wohnungsproblematik zu lösen.
 
Quelle: Pestel Institut © photodune.net

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Wer im Frühjahr ein Gartenhaus auf seinem Grundstück haben möchte, sollte schon jetzt mit den Vorbereitungen beginnen, denn je nach Bundesland müssen unterschiedliche Bedingungen für die Errichtung des kleines Häuschens im eigenen Garten erfüllt werden.

Wie groß darf es denn sein? In den 16 Landesbauordnungen gibt es dazu unterschiedliche Antworten. Hausbesitzer sollten daher vor dem Kauf des Gartenhauses in die jeweilige Bauordnung schauen und klären, wie groß die maximale Grundfläche sein darf, damit das Holzhaus genehmigungsfrei bleibt. Und auch, ob eine Statik für das Gartenhaus benötigt wird, lässt sich in der Landesbauordnung nachlesen. 

Um zusätzliche Kosten für ein eventuelles Genehmigungsverfahren zu vermeiden, sollten Gartenhauskäufer vorab mit dem Prospekt zum zuständigen Bauamt gehen und ihnen das gewünschte Haus zeigen. Der Sachbearbeiter kann dann entscheiden, ob es genehmigungsfrei ist oder nicht. 

Quelle: VPB
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Alle vor 1996 installierten Heizkessel müssen seit Jahresbeginn ein Energielabel tragen. Auf einer Farbskala von rot bis grün zeigt es an, wie effizient die Anlage ist. Doch laut ersten Untersuchungen des Bundesverbandes Solarwirtschaft e. V. (BSW) sind viele Heizkessel völlig verraltert und sollten daher gegen eine Solarwärmeanlage eingetauscht werden.

Die rund 14 Millionen konventionellen Wärmeerzeuger sind nach Schätzungen des BSW weder energiesparsam noch klimafreundlich. Um die Klimaschutzanforderungen zu erfüllen, hat die Bundesregierung unter anderem das Anreizprogramm Energieeffizienz (APEE) Anfang des Jahres um weitere zwei Jahre verlängert. Verbraucher, die ihren alten Heizkessel gegen ein energieeffizientes und klimafreundliches Heizsystem – wie beispielsweise eine Solaranlage – eintauschen, können mit mehreren tausend Euro Zuschüssen rechnen. Der Förderantrag muss beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle gestellt werden.

Nach Informationen des BSW wurden bis jetzt etwa zwei Millionen Solarwärmeanlagen in deutschen Haushalten installiert. Die Vorteile dieser Anlage sind laut BSW unter anderem: Vollständige Deckung des Warmwasserbedarfs im Sommer sowie eine große Heizungsunterstützung im Winter. 

Quelle: BSW
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Für viele Mieter in Erdgeschosswohnungen sind sie ein Ärgernis: Mülltonnen vor dem eignen Fenster. Einem Mieter in Brandenburg gefiel das gar nicht und so wehrte er sich dagegen. Am Ende landete die Sache vor dem Amtsgericht.

Der Mieter einer Erdgeschosswohnung staunte eines Tages nicht schlecht: Direkt vor seinem Fenster befanden sich plötzlich die Mülltonnen der Wohnanlage. Die Vermieterin hatte sie dort aufgestellt, um eine bessere Erreichbarkeit der Müllanlage für alle Bewohner zu gewährleisten Weil sich die Mülltonnen nur zehn Meter vor seiner Wohnung befanden und dadurch gerade bei geöffneten Fenstern zur Belästigung wurden, minderte er die Miete kurzerhand um zehn Prozent. Damit war die Eigentümerin aber nicht einverstanden und klagte dagegen vor Gericht.

Die zuständigen Richter am Brandenburger Amtsgericht entschieden zugunsten der Vermieterin. In ihrem Urteil wiesen die Juristen darauf hin, dass Mieter einer Erdgeschosswohnung damit rechnen müssten, dass sich in unmittelbarer Nähe ihrer Wohnung Mülltonnen befinden – mit allen daraus resultierenden Folgen. Eine eventuelle Geruchsbelästigung sowie die gelegentlichen Geräusche beim Öffnen und Schließen der Mülltonnen seien hinnehmbar und rechtfertigen keine Mietminderung. (AZ: 31 C 156/16)

Quelle: AG Brandenburg a. d. Havel
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Im Allgemeinen gilt die Faustregel: maximal 30 Prozent des Einkommens sollte für die Miete ausgegeben werden. Doch wie sieht die Wirklichkeit aus? Eine aktuelle Auswertung der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder sowie des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) zeigt, wo Bürger im Vergleich zu ihrem Einkommen viel und wo sie wenig Miete zahlen müssen.

So ergaben die ausgewerteten Daten, dass Mieter in der Bankenmetropole Frankfurt im Durchschnitt 35 Prozent ihres Einkommens für ihre Wohnung ausgeben, dicht gefolgt von Freiburg, Augsburg und Köln. Wer möglichst wenig vom Einkommen für die Miete ausgeben möchte, sollte zum Beispiel nach Wunsiedel im Fichtelgebirge ziehen: Hier liegt die Mietbelastung bei gerade einmal 16 Prozent.

Besonders auffällig: auch im äußersten Osten des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern müssen fast 30 Prozent des Einkommens für die Miete ausgegeben werden. Der Grund ist recht simpel. Denn hier ist das Einkommen pro Person deutschlandweit am geringsten – die Warmmiete pro Quadratmeter liegt jedoch in der Regel bei über 9 Euro. Daraus ergibt sich eine Mietbelastung, die ähnlich hoch ist wie in Berlin, Gießen oder Hamburg.

Quelle: Statista, BBSR
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In Deutschland werden bis 2023 30 neue Hochhäuser gebaut – davon alleine 14 in Berlin und elf in Frankfurt. Das ergab eine aktuelle Studie von Catella Research.

Als Gründe für den Boom bei Wohnhochhäusern nennt das Institut unter anderem den Mangel an Bauland, die hohe Nachfrage nach Wohnungen sowie den hohen Zuzug in Großstädte. Die nun geplanten Wohntürme befinden sich in begehrten Lagen, sind zumeist luxuriös ausgestattet, und daher auch besonders teuer. Zu den Städten, in denen die neuen Hochhäuser für die Besserverdiener entstehen sollen, gehören neben Frankfurt, Hamburg und Berlin auch sog. „B-Städte“ wie beispielsweise Leipzig. Einzig München wehrt sich gegen den neuen Wohnhochhausboom: in der Landeshauptstadt soll nach wie vor die Frauenkirche das Stadtbild dominieren.

Für ihre Untersuchung hat Catella Research alle Baugenehmigungen für Wohnhäuser ab 2014 berücksichtigt, die mehr als 50 Meter hoch sind und eine Wohnnutzung von mindestens 75 Prozent aufweisen. 

Quelle: Catella Research
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