Damit unter Wohnungseigentümern und Mietern so wenig Streit wie möglich entsteht, informiert der Verbraucherschutzverband Wohnen im Eigentum (WiE) darüber, wie sich Eigentümer und Mieter verhalten sollen, um ein nettes Miteinander zu schaffen und nicht am Ende vor Gericht zu landen. Denn oft lassen sich mit ein paar Tipps und einer Hausordnung kleine Streitigkeiten beseitigen, bevor sie zu großen werden. Vorausgesetzt, die Eigentümer und Mieter halten sich an die dort festgeschriebenen Regeln.

Ein gutes Beispiel für Streitpotential zwischen Nachbarn bietet die Grillsaison. Während die einen Mieter oder Eigentümer bei Grillwürstchen und kühlen Getränken gemeinsam mit Freunden den Sommer auf der Terrasse feiern, fühlen sich die Nachbarn von den Gerüchen und dem Lärm gestört. Jeder Mieter hat das Recht dazu, von der Mietgemeinschaft zu verlangen, sich an die vereinbarten Regeln und die Hausordnung zu halten. Sollte in der aktuellen Hausordnung noch keine Regelung zum Grillen auf dem Balkon vorhanden sein oder es vielleicht sogar gar keine geben, kann sich dies schnell ändern. Denn jeder Eigentümer hat laut WiE das Recht, eine Hausordnung zu verlangen, sollte er sich gestört oder belästigt fühlen.

Nach § 21 des Wohnungseigentumsgesetz gehört eine Hausordnung zu einer ordnungsgemäßen Verwaltung einer WEG und sollte deshalb zwingend aufgesetzt werden. In einer Eigentümerversammlung wird über Regeln und Gesetze diskutiert, über welche dann per Mehrheitsbeschluss abgestimmt wird. Doch WiE rät dazu, die Hausordnung nicht strenger zu gestalten, als die gesetzlichen Vorgaben. Denn diese können im Streitfall vor Gericht durchaus nichtig sein. Um das Grillen allen WEG-Mitgliedern und Mietern zu ermöglichen und dabei an das Gemeinschaftswohl zu denken, schlägt die WiE vor, einen Gemeinschaftsgrill im Außenbereich der Wohnanlage anzubringen.

Quelle: WiE
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Gerade in der Urlaubssaison versuchen sich Diebe vermehrt daran, in Häuser einzubrechen. Um die Immobilie und die Wertgegenstände im Haus zu schützen, empfehlen Experten, Türen und Fenster mit neuer Sicherheitstechnik auszurüsten. In der Regel brauchen Einbrecher 15 Sekunden, um ein Fenster oder eine Tür auszuhebeln. Ist diese allerdings mit einbruchhemmenden Sicherheitseinrichtungen ausgestattet, gelangen Diebe nicht so schnell in das Innere des Hauses und brechen den Einbruchsversuch oftmals ab.

Nicht immer ist ein kompletter Austausch von Türen und Fenstern notwendig, oft lassen sich die bereits vorhandenen mit spezieller Sicherheitstechnik nachrüsten. Mit angebrachten Querriegelschlössern an den Türen oder Scharnieren an Fenstern lassen sich viele Einbrüche verhindern. Auch eine helle Außenbeleuchtung, angebrachte Aufkleber mit dem Hinweis auf Alarmanlagen oder installierte Bewegungsmelder erhöhen den Sicherheitsschutz. Damit Unbefugte nicht in das Innere des Hauses gelangen, sollten Fenster und Rahmen mit Filzkopfzapfen an den Fensterflügeln oder abschließbaren Fenstergriffen ausgestattet werden. Sollten Einbrecher eine Scheibe einschlagen, hält eine robuste Folie zwischen den Fensterscheiben die Glassplitter zusammen.

Um Eigentümer zu unterstützen und Immobilien vor Einbruch zu schützen, bezuschusst die Förderbank der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) den Einbau von einbruchhemmenden Fenstern und Türen. Hausbesitzer sollten außerdem darauf achten, dass sie ihre Wertsachen und Wertpapiere in einem Safe aufbewahren, dass Leitern und Stühle, sowie Werkzeug im Garten stets abgeschlossen sind und das kein Ersatzschlüssel im Außenbereich versteckt wird. Alle weiteren Hinweise darauf, dass die Eigentümer im Urlaub sind, sollten verhindert werden. Dabei empfiehlt sich zum Beispiel, die Tageszeitung für die Urlaubszeit abzubestellen, den Briefkasten von den Nachbarn leeren zu lassen und Türen und Fenster fest zu verschließen.

Quelle: trurnit
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Laut einer Studie der Investmentgesellschaft Union Investment und dem Analyseunternehmen bulwiengesa bietet der Immobilienmarkt im Bereich Studentisches Wohnen hohes Entwicklungs- und Investitionspotential. In einem Ranking untersucht die Studie 61 deutsche und 4 europäische Städte anhand von 18 unterschiedlichen Indikatoren. Zu den europäischen Städten gehören Dublin, Amsterdam, Paris und Wien. Bei der Untersuchung der Angebots- und Nachfragequalität bewegen sich diese vier europäischen Städte zwischen den Plätzen 12 und 19 und somit im oberen Drittel der Tabelle. Spitzenführer ist die Stadt Münster, gefolgt von Köln, Stuttgart, Karlsruhe und Hannover.

Zu den sogenannten A-Städten gehören laut Bulwiengesa Berlin, Hamburg, München, Köln, Düsseldorf, Frankfurt am Main und Stuttgart. A-Städte beschreiben Städte, die schon seit einiger Zeit im Fokus internationaler Investoren stehen. In diesen Städten ist die Immobiliennachfrage für Wohn- und Gewerbeimmobilien sehr hoch und der jährliche Umsatz macht den Großteil des Gesamtumsatzes auf dem Immobilienmarkt aus. Sowohl für nationale und internationale Anleger und Investoren stellen die A-Städte gute Investitionsmöglichkeiten und eine hohe Rendite in Aussicht. In dem Städteranking für Studentisches Wohnen befinden sich alle A-Städte im oberen Drittel der Tabelle. 

Nach der Einschätzung und Interpretation der Studienautoren sind vor allen Studentenwohnungen mit einer Monatsmiete ab 500 Euro rentabel. Unter Berücksichtigung der aktuellen Baukosten und Grundstückspreise bietet die Investition in diesem Preissegment ein hohes Marktpotential. Insgesamt werden laut Studie in den 61 Städten 67.500 Studentenappartements benötigt, davon allein 29.500 Einheiten in den A-Städten. Dies macht einen Marktanteil von 44 % aus. Das Marktpotential von Studentenwohnungen mit einer Monatsmiete von über 600 Euro bezieht sich auf 18.600 benötigte Wohneinheiten, zusätzlich würden sich 12.700 Wohnungen in einem höheren Preissegment bewegen und Studenten 700 Euro oder mehr für ein Apartment bezahlen.

Quelle: Union Investment / bulwiengesa
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Wer in seinem Haus oder seiner Wohnung noch alte Glasfenster hat, sollte über einen Austausch der Fenster nachdenken. Sind Fenster und Fensterrahmen nicht richtig dicht, verschwenden sie unnötig Energie und treiben die Kosten in die Höhe. Das Baujahr der Fenster gibt einen Hinweis über die Qualität der Wärmedämmung. Fenster, die vor 1995 gebaut wurden, haben meistens keine Wärmeschutzverglasung und sollten ausgetauscht werden. Ob Isolierglas, Wärmedämmglas oder Superglas, der Wärmeverlust ist unter anderem von der Fensterart abhängig.

Die meisten modernen Wärmedämmfenster verfügen über eine Dreifach-Verglasung aus Isolierglas und einen aus fortschrittlichen Dämmmaterialien bestehenden Fensterrahmen, der mit perfekt abschließenden Dichtungen ausgestattet ist. Die unterschiedlich dimensionierten Luftkammern in den Rahmen unterscheiden sich in Anzahl und Größe. Eine optimale Ausstattung der Profile und die richtige Bautiefe, in Verbindung mit dreichfach verglasten Isolierglas, sorgen für optimalen Wärmeschutz. Somit verhindern gut isolierte Wärmedämmfenster Luftzüge und den Eintritt von Kälte in das Innere der Wohnung.

Die Kosten für den Austausch und Einbau setzen sich aus unterschiedlichen Faktoren zusammen. Entscheidend ist, ob es sich bei den Fenstern um eine Doppel- oder Dreifach-Verglasung handelt und ob die isolierende Schicht aus Edelgas, Vakuum oder Luft besteht. Grundsächlich sind Fenster mit Dreifach-Verglasung um etwa 10 bis 15 Prozent teurer, als Fenster mit einer Doppelverglasung. Hinzu kommen die Kosten für die Fensterrahmen dazu. Dieser kann aus Kunststoff, Holz, Aluminium oder einem Holz-Aluminium-Mix bestehen. Handwerker übernehmen den Ausbau und die Entsorgung der alten, sowie die Montage der neuen Fenster.

Quelle: Das Haus Online / Effizienzhaus Online
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Das richtige Lüften der Wohnung ist nicht nur wichtig, um Schimmelbefall zu vermeiden, sondern trägt einen entscheidenden Teil zum Wohlbefinden bei und spart zusätzlich Energie. Wichtig beim Lüften ist, dass die Räume kontrolliert gelüftet werden. Dabei sollte jeder Raum täglich stoß- oder quergelüftet werden, indem Fenster bis zu zehn Minuten weit aufgemacht und anschließend wieder verschlossen werden. Kontraproduktiv ist, wenn Fenster den ganzen Tag auf Kipp stehen. Durch die ständige Luftzufuhr wird unnötig viel Energie verbraucht, sodass die Luft unkontrolliert ausweicht und der Raum viel Wärme verliert.

Im Winter sollten vor dem Lüften die Heizungen ausgeschaltet werden. Ein Fachexperte kann die Vorlauftemperatur und die Laufzeiten der Heizungsanlage so einstellen, dass nicht unnötig Energie und somit Heizkosten verschwendet werden. Mit der Regelungstechnik der Heizung wird die Anlage nachts automatisch auf die richtige Temperatur runtergefahren und reicht völlig aus, um gut und gesund schlafen zu können. 

Außerdem sollten Eigentümer darauf achten, dass Neubauten erst bezogen werden, wenn die Gebäude vollständig durchgetrocknet sind. Eine energieeffiziente Wärmedämmung und eine Lüftungsanlage tragen außerdem maßgeblich zum Umweltschutz bei. Befolgen Bewohner die zahlreiche Haushaltstipps zum Thema Lüften, wird das gesunde und energieeffiziente Wohnen kinderleicht. Bewohner könnten zum Beispiel darauf achten, dass Räume nicht zu stark auskühlen, dass sie nicht übermäßig viele Pflanzen in den Räumen aufstellen oder dass sie Wäsche lieber im Freien aufhängen.

Quelle: Energiesparen im Haushalt / EnergieAgentur.NRW
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Die Mitglieder einer Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) hatten in einer Sitzung am 16.06.2016 mehrere Beschlüsse gefasst. Knapp einen Monat später, am 13.07. reicht einer der Eigentümer eine Anfechtungsklage beim Amtsgericht ein. Zwei Tage später, am 15.07. versendet die Verwaltung des Gerichts ein Schreiben, das den Kläger zur Zahlung des Gerichtskostenvorschusses auffordert. Für die Begleichung der Summe hat der Kläger zunächst eine Woche Zeit, um “tätig” zu werden und anschließend weitere 14 Tage, um die Summe zu überweisen. Der Kläger hat das Schreiben am 18.07. oder am 20.07. erhalten.

Der Gerichtskostenvorschuss geht am 09.08. bei der Gerichtskasse ein. Das Amtsgericht lehnt die Klage mit der Begründung ab, die Frist zur Begleichung der Summe sei abgelaufen. Auch die Berufungsklage vor dem Landgericht hat keinen Erfolg. Erst mit der Revision gegen das Urteil erhält der Kläger Recht. Laut BGH habe der Eigentümer sowohl die Klagefrist, als auch die Frist zur Begleichung des Gerichtskostenvorschusses eingehalten, ganz gleich, ob das Aufforderungsschreiben am 18. oder 20.07. beim Kläger eingegangen ist.

Die Begründung lautet wie folgt: Grundsätzlich ist der Kläger nicht dazu verpflichtet, an demselben Tag tätig zu werden, an dem er das Schreiben erhalten hat. Die Frist wird demnach erst ab dem Folgetag berechnet. Anschließend hat er eine Woche Zeit, um „tätig“ zu werden und sein Konto zu decken. Hat der Kläger das Schreiben am 20.07. erhalten, so würde die 14-tägige Frist erst am 28.07. beginnen und am 10.08. enden. Selbst wenn der Kläger das Schreiben bereits am 18.07. erhalten hat, liegt er laut BGH immer noch innerhalb der 14-tägigen Frist. In diesem Fall endet die Klagefrist erst am 18.07., da der 16.07. ein Samstag war. Unter Berücksichtigung der einwöchigen Erledigungsfrist und der 14-tägigen Einzahlungsfrist, liegt die Überweisung des Vorschusses am 09.08. noch innerhalb der Zahlungsfrist des Klägers.

Quelle: BGH
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Unter dem Begriff „Slow Architecture“ ist eine auf Nachhaltigkeit ausgelegte Bauweise zu verstehen, die im Gegensatz zu einer rasanten, auf Wirtschaftlichkeit ausgelegten Erbauung von Gebäuden steht. Durch die Verwendung von Naturmaterialien, wie Holz oder Naturstein entstehen Schritt für Schritt Gebäude, die einen ökologischen Ansatz verfolgen und den Anspruch haben, sich auf eine natürliche Weise in die Umgebung und Landschaft einzubetten. 

Einer der wichtigsten Baustoffe der „Slow Architecture“ ist Holz. Holz vermittelt nicht nur ein Gefühl von Naturverbundenheit, sondern ist ein Baustoff mit vielen Vorteilen. Durch sein hohes Dämmniveau ist Holz besonders energieeffizient und trotz seiner Leichtigkeit hat es dieselbe Tragfähigkeit, wie Stahl oder Beton. Im städtischen Raum wird es zunehmend in der modernen Architektur verwendet und dient auch Hochhäusern als verlässliches Baumaterial.

Neben der Nutzung von regionalen Baumaterialien und Rohstoffen, sowie der auf Entschleunigung ausgerichteten Bauweise, spielt der„Ort“ in der „Slow Architecture“ eine zentrale Rolle. Damit ist nicht nur eine Region gemeint, sondern ein Zusammenspiel von Natur, Architektur und Kultur. Bei der Gestaltung der Gebäude geht es in erster Linie darum, das Umfeld miteinzubeziehen und an dem Gebäude die Besonderheit der Region zu verdeutlichen. So werden die Gebäude der „Slow Architecture“ zu sinnlichen Erfahrungsräumen, durch die regionale und kulturelle Besonderheiten vermitteln werden.

Quelle: Zukunftsinstitut / BauNetz
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Das Perspektivenpapier „Immobilien der Zukunft: Wie sich Lebensräume bis 2039 verändern“ der Fondsgesellschaft Fidelity International beschäftigt sich mit dem Thema Nachhaltigkeit und untersucht Trends der Immobilienmärkte in den kommenden 20 Jahren. Ob im Bau von Mehrzweckimmobilien, der Entstehung von Smart Cities oder beim generationsübergreifenden Wohnen, innovative Technologien und der Gemeinschaftsgedanke spielen beim Thema Immobilen der Zukunft eine zentrale Rolle.

Ganz gleich, ob es sich um erneuerbare Energietechnologien oder um innovative Technologien im Bereich Digitalisierung handelt, die Gebäude der Zukunft sind auf Effizienz ausgerichtet. Das Perspektivenpapier gibt Gedankenanstöße und beschreibt mögliche Maßnahmen einer zukunftsorientierten Immobilienbranche. So könnte zum Beispiel durch den Einbau von gebäudeintegrierten Photovoltaik in Fenstern, Energie auch bei tiefstehender Sonne produziert werden. Aus dem im Haushalt entstandenen Abwasser von Spül- oder Waschmaschinen könnte Wärmeenergie gewonnen werden und moderne Wohn- und Gewerbeimmobilien könnten überschüssige Energie an soziale Einrichtungen abgeben.

Der Bau von Mehrgenerationshäusern würde dem Mangel von Seniorenwohnungen entgegenwirken und Senioren vor Vereinsamung schützen. Somit könnten ältere Menschen zum Beispiel Aufgaben der Kinderbetreuung übernehmen und würden automatisch mehr in die Gemeinschaft einbezogen werden. Auch autonomes Autofahren oder 3D-Drucke von personalisierten Gegenständen in Einkaufszentren gehören zu möglichen Zukunftsszenarien. 

Quelle: Fidelity International
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Wer sein Haus sanieren oder modernisieren möchte, sollte einen professionellen Energieberater zu Rate ziehen. Mit seinen Kenntnissen macht ein Energieberater nicht nur profunde Angaben zum energetischen Zustand der Immobilie, sondern erstellt einen Sanierungsplan und berät über mögliche und notwendige Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen. Diese senken langfristig die Energiekosten, steigern den Wert der Immobilie und tragen zusätzlich zum Umweltschutz bei.

Auch wenn die Beratungsleistung eines zertifizierten Energieberaters durchschnittlich 1000 Euro kostet, fördert zum Beispiel das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) die Summe mit bis zu 60 Prozent. Somit wird die Beratung für ein Ein- oder Mehrfamilienhaus mit bis zu 800 Euro und für ein Wohngebäude mit mehreren Einheiten mit bis zu 1100 Euro bezuschusst. Der Energieberater stellt außerdem die Anträge für staatliche Fördermittel für die notwendigen oder empfohlenen Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen.

Zu beachten ist, dass die Antragstellung vor Beginn der jeweiligen Maßnahmen erfolgen muss und die Fördermittel der BAFA nur bewilligt werden können, wenn sie von einem zugelassenen BAFA-Energieberater ausgestellt wurden. Ebenso muss der Bauantrag des Wohnhauses bis zum 31.01.2002 eingereicht worden sein. Auch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) vergibt Fördermittel für energieeffiziente Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen. Informationen zu den Fördervoraussetzungen, dem Ablauf des Förderverfahrens oder der Höhe der Förderung sind auf der Internetseite der BAFA und der KfW zu finden.

Quelle: BAFA
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Der Eigentümer einer aus 212 Parteien bestehenden Wohnanlage hat die alten, einfach verglasten Fenster in seiner Wohnung gegen dreifach verglaste Kunststofffenster ausgetauscht. Die Summe von knapp 5500 Euro hat er zunächst selbst bezahlt und bei der Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) die Rückerstattung der Kosten beantragt. Irrtümlicherweise war er der Annahme, diese Maßnahme müsste, wie in der Teilungserklärung verschriftlicht, durch die Eigentümer selbst übernommen werden. Doch der Austausch von Fenstern ist Aufgabe der WEG.

Das Amtsgericht Hamburg (AZ V ZR 254/17) wies die Klage des Eigentümers gegen die WEG ab. Der Eigentümer hat keinen Anspruch auf Rückerstattung der Kosten, auch wenn er aufgrund einer falschen Interpretation der Teilungserklärung der Annahme war, er müsse die Maßnahmen als Sondereigentümer selbst durchführen. Bereits zuvor hatten andere Eigentümer eigenmächtig Fenster in ihren Wohnungen ausgetauscht, auch sie haben keinen Anspruch auf Rückerstattung.

Der Anspruch auf Kostenübernahme bestehe nur dann, wenn die WEG gemeinschaftlich über Instandsetzungsmaßnahmen entschieden hätte oder wenn diese aus dringlichen Gründen zwingend durchgeführt werden müssten. Auch in diesem Fall hätten die Mitglieder der WEG einen Beschluss darüber verfassen müssen, dass es sich um eine zwingend gebotene und auf keinen Aufschub duldende Instandsetzungs- und Instandhaltungsmaßnahme handle. Die war nicht der Fall und somit hat der Eigentümer weder unter dem Gesichtspunkt der allgemeinen Vorschriften der Geschäftsführung (§ 687 Abs. 1 BGB) noch in Bezug auf das Bereicherungsrecht (§ 812 Abs. 1 Satz 1 BGB) Anspruch auf Erstattung der Kosten.

Quelle: BGH
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